Stromsparvreneli im Gespräch mit Jürg Kurtz & Alfred Sigg von der Lokalen Agenda 21

14.03.2017

Steckdose, Steckdose an der Wand, wer spart am meisten Strom im Stäfnerland?

 

Die zündende Idee für diesen Stromsparwettbewerb hatte der Verein Lokale Agenda 21 Stäfa (LA21). Wie es dazu kam und was die LA21 mit dem Stromsparvreneli erreichen möchte, liest Du im Interview mit Jürg Kurtz, Präsident, und Alfred Sigg, Leiter der Gruppe Bau & Energie.

 

Wer hatte die Idee zum Stromsparwettbewerb?

Die Idee kam von Michael Kistler. Er hat sich kurz nach seinem Zuzug nach Stäfa für die Aktivitäten der Lokalen Agenda 21 begeistert und ist seither Mitglied der Gruppe Bau & Energie. Die Idee eines Stromsparwettbewerbs hat er vor ungefähr zwei Jahren lanciert und mit viel Schwung dafür geworben. Dank Michis Know-how und Erfahrung mit Umweltkommunikation haben wir eine professionelle Kampagne aufgleisen können, die auch unsere Sponsoren überzeugt hat.

 

Warum engagiert sich die LA21 für den Wettbewerb?

Weil das Thema bestens zu unserem Verein passt! In der Lokalen Agenda 21 legen wir den Fokus schon länger auf das Thema „Energie“. Nachhaltige Nutzung ist uns ein zentrales Anliegen und deshalb engagieren wir uns beispielsweise für effiziente Energienutzung, für energiegerechtes Bauen und für erneuerbare Energien. Zweitens hat uns das Stromsparvreneli auch deswegen überzeugt, weil die Umsetzung relativ einfach ist und wir damit vergleichsweise viel Aufmerksamkeit für das Thema schaffen können.

 

Was versprechen Sie sich vom Stromsparwettbewerb?

Für die LA21 ist der Wettbewerb erfolgreich, wenn wir möglichst viele Menschen „gwundrig“ machen und fürs Stromsparen begeistern können. Jede einzelne Anmeldung ist wertvoll! Bisher haben wir schon zwei Standaktionen im Zentrum Goethestrasse durchgeführt, die für uns sehr vielversprechend waren. Wir haben uns über das freundliche Interesse und die anregenden Gespräche mit den Passanten gefreut. Für uns ist es auch denkbar, dass die Idee von umliegenden Gemeinden aufgenommen wird. Jedenfalls gab es im Rahmen der Standaktionen schon erste Kontakte mit interessierten Einwohnerinnen und Einwohnern.

 

 

Was motiviert Sie persönlich zum Stromsparen?

Es ist beunruhigend, dass unser Stromverbrauch trotz Innovation und energieeffizienter Geräte weiterhin steigt. Apropos Innovation: Was bei aller Begeisterung für neue Technologien gerne vergessen geht, ist die Tatsache, dass mehr Wärmepumpen und Elektroautos eben auch bedeuten, dass der Strombedarf steigen wird. Hinzu kommt, dass wir noch lange nicht an einem Punkt sind, an dem unser Strombedarf aus nachhaltigen Quellen gedeckt werden kann. Auch wenn der Hauptanreiz fürs Stromsparvreneli ökologisch ist – dass dabei auch Geld gespart werden kann, macht allen Spass!

 

Wo fällt es Ihnen am leichtesten Strom zu sparen?

Bei der Beleuchtung kann man leicht noch etwas herausholen, z.B. durch das Ersetzen von Halogenleuchten mit LED-Leuchten. So können z.B. 100 W Halogenstablampen durch 8 bis 15 W LED Stableuchten ersetzt werden. Bei Neuanschaffungen von Geräten lohnt es sich, das energieeffizienteste Modell zu wählen. Das erfordert zwar, dass man sich vorab informiert, dafür spart man hinterher.

 

Was sind die grössten Stromschlucker bei Ihnen zuhause?

Ein Whirlpool im Garten. Immerhin wird dieser mit Solarwärme beheizt...

 

Zu guter Letzt: Was ist Ihr Geheimtipp zum Stromsparen?

Es ist sehr empfehlenswert, sich ein Strom-Messgerät, einen sogenannten Smartmeter, zu besorgen. Diese kann man ab 20 Franken kaufen oder bei der Gemeinde ausleihen. Es ist wirklich spannend zu erfahren, wohin der Strom eigentlich fliesst. Noch spannender wird es, wenn man einen Stromspardetektiv anheuert. Der Stromspardetektiv ist diskret und kommt auch ganz geheimen Stromfressern auf die Spur...

 

Lokale Agenda 21 – was ist das?

 

Die Agenda 21 ist eine Idee, die 1992 an der UNO-Umweltkonferenz „Umwelt und Entwicklung“ in Rio de Janeiro entstanden ist. Unter den verabschiedeten Dokumente befand sich neben der Biodiversitätskonvention und der Klimaschutzkonvention eben auch die sogenannte Agenda 21.

 

Die Agenda 21 sieht vor, dass die einzelnen Länder ihre Vorgaben für die Umsetzung der Ziele einer nachhaltigen Entwicklung selber festlegen und dabei die Bevölkerung mit einbeziehen. Auf Gemeinde-Ebene soll jeweils eine Lokale Agenda 21 gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern die Ziele definieren und umsetzen.

 

In Stäfa wurde der gleichnamige Verein im März 2001 gegründet – einmalig in der ganzen Schweiz handelt es sich dabei um eine private Initiative. Die Aktivitäten des Vereins Lokale Agenda 21 (LA21) finden in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde statt.

 

Erfolgreich umgesetzte Projekte der LA21 Stäfa reichen vom Samstagsmarkt Smärt, über das Reparatur Café bis hin zur Bauteilbörse Bauteilvermittlung Zürichsee.

 

Weitere Infos: http://www.la21staefa.ch

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